DSIP als Nasenspray, DSIP als Injektion und orales DSIP sind keine äquivalenten Verabreichungsformen. Die verfügbaren wissenschaftlichen Beweise, Absorptionsbarrieren, Produktanforderungen und die zu erwartende Exposition unterscheiden sich zwischen diesen Wegen erheblich.
Die besten verfügbaren Humandaten zum Delta-Schlaf-induzierenden Peptid (DSIP), auch bekannt als Emideltide, stammen aus kleinen historischen Studien, in denen das Peptid unter Aufsicht von Forschern intravenös verabreicht wurde. Die subkutane Verabreichung von DSIP wurde an Tieren untersucht, unter anderem in einem Schlafexperiment mit Katzen, sie wurde jedoch nicht als Behandlungsmethode für Schlaflosigkeit beim Menschen bestätigt.
Intranasales DSIP tauchte ebenfalls in Tierstudien auf, einschließlich eines Experiments zum Schlaganfall bei Ratten. Es gibt jedoch keine veröffentlichte klinische Studie am Menschen, die die Wirksamkeit von DSIP-Nasenspray zur Verbesserung des Schlafs bestätigt.
Die Beweise bezüglich der oralen Verabreichung von DSIP sind noch begrenzter. Es gibt keine zuverlässigen pharmakokinetischen oder klinischen Studien am Menschen, die zeigen, dass eine Standardtablette oder -kapsel mit DSIP den Verdauungsprozess überstehen und wirksame Konzentrationen im Blut oder Gehirn erreichen kann.
Der Verabreichungsweg beeinflusst somit weit mehr als nur den reinen Komfort. Er kann die Menge des in intakter Form resorbierten Peptids, die Geschwindigkeit des Eintritts der Exposition, die mit der Formulierung in Kontakt kommenden Gewebe sowie die Anforderungen an Herstellung und Sterilität verändern. Er bestimmt zudem, ob die Ergebnisse einer Studie sinnvoll auf ein anderes Produkt übertragen werden können.
In diesem Artikel vergleichen wir die einzelnen Verabreichungswege aus wissenschaftlicher Sicht. Wir stellen keine Injektionsstellen, Anleitungen zur Zubereitung von Nasensprays, Methoden zur Rekonstitution oder Dosierungen für Injektionen oder die intranasale Verabreichung vor, da es kein zugelassenes Protokoll für die eigenständige Anwendung von DSIP gibt.
In welchen Formen ist DSIP erhältlich oder wird diskutiert?
DSIP ist im Internet in verschiedenen Formen erhältlich oder wird dort diskutiert. Die bloße Verfügbarkeit eines bestimmten Produkts bedeutet jedoch nicht, dass es zugelassen ist, eine bestätigte klinische Wirksamkeit aufweist oder über den jeweiligen Weg richtig absorbiert wird.
Zu den am häufigsten anzutreffenden Formen gehören lyophilisiertes Peptid in Durchstechflaschen, fertige oder als Rezepturarzneimittel deklarierte Nasensprays, flüssige Forschungslösungen, Tabletten, Kapseln sowie Mehrkomponentenpräparate.
Lyophilisierung bedeutet Sublimationstrocknung, also Gefriertrocknung. Sie bestimmt die physische Form des Peptids und kann seine Lagerung erleichtern oder seine Stabilität vor der Zubereitung der Lösung verbessern. Sie bestätigt jedoch weder die Identität des Peptids, seine Reinheit, Sterilität, den Endotoxinspiegel, die Stabilität nach der Zubereitung noch seine Eignung für Injektionen.
Auch die genaue Form des Moleküls ist von Bedeutung. Natives DSIP ist ein Peptid aus neun Aminosäuren mit der Sequenz Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu und einem Molekulargewicht von etwa 848,8 g/mol [1]. DSIP-Acetat enthält ein Acetat-Gegenion und hat ein anderes angegebenes Molekulargewicht.
Fosforyliertes DSIP, verkürzte Analoga, KND-verwandte Peptide, DSIP-Fusionskonstrukte und Deltaran sind eigenständige Forschungsmaterialien. Ergebnisse zu einer dieser Formen können nicht automatisch auf ein Produkt übertragen werden, das lediglich als „DSIP peptide spray” oder „DSIP injection” gekennzeichnet ist.
Auch Produktbeschreibungen können zu Missverständnissen führen. Die Bezeichnung „research use only” bedeutet in der Regel, dass das Produkt nicht als zugelassenes Arzneimittel für die Anwendung am Menschen angeboten wird. Der Begriff „compounded” sollte sich auf die Herstellung eines Produkts im Rahmen eines legalen, regulierten Systems der Apothekenrezeptur beziehen, sofern dies in der jeweiligen Rechtsordnung zulässig ist. Er sollte nicht als allgemeiner Begriff für beliebige Fertigpräparate verwendet werden, die im Internet verkauft werden.
Ein professionell aussehendes Fläschchen, eine Sprühflasche oder ein Etikett allein sind noch kein Beweis dafür, dass die für Arzneimittel geltenden Standards erfüllt sind.
Es gibt kein von der FDA oder EMA zugelassenes DSIP-Produkt zur Behandlung von Insomni oder zur Verbesserung des Schlafs. Das Substanzregister der FDA erkennt Emideltide als spezifische chemische Substanz an, weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Vergabe einer Substanzkennung weder eine regulatorische Bewertung noch eine Zulassung bedeutet [2].
Aus diesem Grund müssen kommerzielle Formen von DSIP klar von den Formen und Verabreichungswegen unterschieden werden, die tatsächlich wissenschaftlich untersucht wurden.
DSIP als Nasenspray und zur nasalen Anwendung
Die nasale Verabreichung von DSIP ist wissenschaftlich gesehen ein möglicher experimenteller Verabreichungsweg, jedoch hat keine klinische Studie am Menschen bestätigt, dass ein DSIP-Nasenspray eine wirksame oder zuverlässig resorbierbare Behandlungsmethode bei Schlafstörungen ist.
Die Nasenhöhle umfasst eine große Fläche gut durchbluteter Schleimhaut der Atemwege sowie einen kleineren Riechbereich, der anatomisch mit dem zentralen Nervensystem verbunden ist. Die nasale Verabreichung umgeht den Verdauungstrakt und kann es bestimmten Substanzen ermöglichen, über die Nasenschleimhaut in den Blutkreislauf zu gelangen. Bei ausgewählten Molekülen kann ein Teil der Substanz auch über die Riechregionen oder den Trigeminusnerv zu den mit dem Gehirn verbundenen Strukturen gelangen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Peptid automatisch von der Nase ins Gehirn gelangt.
Die nasale Resorption wird durch viele Faktoren beeinflusst. Dazu gehören der Ort der Aerosolablagerung, das Design des Geräts, die Tröpfchengröße, das Flüssigkeitsvolumen, die Löslichkeit des Peptids, der pH-Wert, die Osmolalität, Konservierungsmittel, Resorptionsförderer, das Vorhandensein von Schleim, lokale Enzyme und die mukoziliäre Clearance.
In einer Übersichtsarbeit zur nasalen Verabreichung von Peptiden wurde festgestellt, dass die Bioverfügbarkeit von auf diesem Weg verabreichten Peptiden oft gering ist und stark von der Formulierung abhängt. Die Autoren gaben an, dass bei vielen verfügbaren nasalen Peptidprodukten die Bioverfügbarkeit beim Menschen unter 5% liegt, wobei dieser Wert je nach Molekül und Formulierung variiert. Die Wirksamkeit kann unter anderem durch den pH-Wert, die Osmolalität, die Löslichkeit, den Ablagerungsort, die Absorptionsverstärker und die Mukoadhäsionseigenschaften erheblich beeinflusst werden [3].
Daher kann die auf dem Etikett der Sprühdose angegebene DSIP-Menge nicht mit der Menge gleichgesetzt werden, die tatsächlich ins Blut oder ins Gehirn gelangt.
Das wichtigste veröffentlichte Experiment mit intranasaler DSIP, das in diesem Zusammenhang diskutiert wird, wurde an Tieren und nicht an Menschen durchgeführt. In einer Studie aus dem Jahr 2021 wurde Ratten DSIP in einer Menge von 120 µg/kg etwa eine Stunde vor einer experimentell induzierten fokalen zerebralen Ischämie und anschließend sieben Tage lang nach der Reperfusion intranasal verabreicht. Bei den behandelten Tiere wurde eine schnellere Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit beobachtet, der Unterschied im Infarktvolumen war jedoch statistisch nicht signifikant [4].
Die Studie befasste sich mit der Regeneration nach einem Schlaganfall bei Ratten und verwendete eine bestimmte experimentelle Formulierung sowie ein bestimmtes Schema. Dabei wurden weder Schlaflosigkeit, das Einschlafen noch die nasale Resorption beim Menschen, die Sicherheit der Anwendung beim Menschen noch das kommerzielle DSIP-Aerosol untersucht.
Dies ist besonders wichtig bei Suchanfragen wie „DSIP Nasenspray zur Anwendung vor dem Schlafengehen – Dosierungsanweisungen”. Die in der Schlaganfallstudie an Ratten naseninal verabreichte Dosis lässt sich nicht auf ein Anwendungsschema für das Nasenspray vor dem Schlafengehen beim Menschen übertragen.
Ratten und Menschen unterscheiden sich hinsichtlich der Anatomie der Nase, der Schleimhautfläche, der Art der Atmung, des Stoffwechsels, der Verabreichung der Präparate sowie der Skalierung im Verhältnis zum Körpergewicht. Auch die Verbesserung der motorischen Funktionen nach einem experimentellen Schlaganfall belegt keinen positiven Einfluss auf den Schlaf.
Auch Online-Bewertungen, die als „DSIP Nasenspray-Bewertung” bezeichnet werden, sollten mit Vorsicht betrachtet werden, sofern sie sich nicht auf eine kontrollierte klinische Studie am Menschen beziehen. Individuelle Erfahrungen können von den Erwartungen, der gleichzeitigen Einnahme von Melatonin oder Beruhigungsmitteln, Veränderungen der Schlafgewohnheiten, Unterschieden zwischen den Produkten sowie natürlichen Schwankungen des Schlafes von Nacht zu Nacht abhängen.
Anhand solcher Angaben lässt sich weder die Bioverfügbarkeit bestimmen noch bestätigen, dass das Produkt tatsächlich die angegebene Menge an DSIP enthält.
DSIP als Injektion und subkutane Verabreichung
DSIP in Form einer Injektion weist die am besten dokumentierte Forschungsgeschichte auf, allerdings beziehen sich die Daten aus Studien am Menschen hauptsächlich auf die intravenöse Verabreichung. Sie bestätigen nicht die heutigen Praktiken im Zusammenhang mit der eigenständigen subkutanen Injektion.
Die intravenöse Verabreichung führt eine Substanz direkt in den Blutkreislauf ein. Genau dieser Weg wurde in historischen Schlafforschungen am Menschen angewandt.
In einer kontrollierten Crossover-Studie erhielten sechs gesunde Erwachsene eine langsame intravenöse Infusion von 25 nmol/kg. Die Forscher beschrieben einen unmittelbaren Anstieg des Schlafdrucks sowie nachfolgende Veränderungen der nächtlichen Schlafparameter [5].
In einer anderen frühen Studie wurde sechs Personen mit chronischer Schlaflosigkeit die gleiche, vom Körpergewicht abhängige Dosis intravenös verabreicht [6]. Auch in späteren kontrollierten Studien zur Schlaflosigkeit wurden 25 nmol/kg intravenös verabreicht. Die Ergebnisse umfassten sowohl geringfügige objektive Veränderungen als auch Effekte von geringer klinischer Bedeutung sowie das Ausbleiben einer deutlichen Verbesserung der subjektiven Schlafqualität [7,8].
Diese Studien können nicht als Beweis für die Wirksamkeit von subkutan verabreichtem DSIP angesehen werden.
Bei subkutaner Verabreichung gelangt das Präparat in das Gewebe unter der Haut. Anschließend muss es durch das Gewebe wandern, bevor es die lokalen Blutgefäße oder das Lymphsystem erreicht. Die Resorption kann daher langsamer oder unvollständig sein und hängt unter anderem von der Formulierung, dem Verabreichungsvolumen, der Durchblutung des Gewebes, lokalen Enzymen sowie der Stabilität des Peptids ab.
Die Anwendung derselben Mikrogrammzahl wie in der intravenösen Studie garantiert weder die Erreichung derselben Konzentration noch desselben Expositions-Zeit-Profils.
Die direktesten Daten zu subkutanem DSIP und Schlaf stammen aus Tierversuchen. In einem Experiment wurde acht Katzen vor einer achtstündigen Schlafaufzeichnung subkutan 120 nmol/kg DSIP verabreicht. Es wurde eine Zunahme des tiefen Slow-Wave-Schlafs sowie der Delta-Aktivität im EEG beobachtet. Die Veränderungen der Gesamtwachzeit, des gesamten Slow-Wave-Schlafs, der Einschlafzeit und der REM-Latenz waren jedoch statistisch nicht signifikant, und die gesamte REM-Schlafzeit blieb unverändert [9].
Die Studie zeigt, dass subkutan verabreichtes DSIP unter bestimmten Versuchsbedingungen bei Katzen messbare biologische Wirkungen hervorrufen kann. Sie liefert jedoch keine Angaben zur Dosierung für Menschen, zur Verabreichungshäufigkeit, zur Sicherheitsspanne oder zur Wirksamkeit bei der Behandlung von Schlaflosigkeit.
Ein weiteres Beispiel ist Deltaran, ein Präparat, das DSIP enthält. Weibliche SHR-Mäuse erhielten fünf Tage lang jeden Monat subkutan etwa 100 µg/kg, beginnend ab dem dritten Lebensmonat bis zu ihrem natürlichen Tod [10]. Die Studie untersuchte die Lebenserwartung und tumorbezogene Prozesse und nicht den menschlichen Schlaf. Es wurde zudem ein spezifisches DSIP-haltiges Präparat verwendet. Dieses Schema kann daher keine Grundlage für einen Internet-„DSIP-Injektionszyklus” für Menschen bilden.
Injektionen sind zudem mit zusätzlichen Anforderungen an die Produktqualität verbunden. Ein parenterales Präparat muss ordnungsgemäß hergestellt und auf Sterilität, Endotoxine, Partikelverunreinigungen, Identität, Konzentration und Stabilität geprüft werden.
Chemische Reinheit ist nicht dasselbe wie Sterilität. So schließt beispielsweise ein hoher Reinheitswert, der mit der Methode HPLC ermittelt wurde, das Vorhandensein von Mikroorganismen, Endotoxinen, einer fehlerhaften Konzentration oder ungeeigneten Hilfsstoffen nicht aus.
Dies gilt für die intravenöse, subkutane, intramuskuläre und andere parenterale Verabreichungswege.
Oraler DSIP: Tabletten, Kapseln und Pillen
Es gibt keine verlässlichen Beweise dafür, dass Standardtabletten, -kapseln oder andere orale Formen von DSIP eine klinisch wirksame Menge an intaktem Peptid beim Menschen liefern.
Oral eingenommene Peptide stoßen auf zwei wesentliche Hindernisse.
Erstens sind sie im Magen und im Darm der Einwirkung von Säure, wechselnden chemischen Bedingungen sowie Verdauungsenzymen ausgesetzt, die Peptidbindungen aufspalten können.
Zweitens: Selbst wenn ein Teil des intakten Peptids den Dünndarm erreicht, ist seine Aufnahme durch die Darmwand möglicherweise nur gering. Peptide sind in der Regel größer, polarer und dringen schwerer durch Zellmembranen als klassische niedermolekulare Wirkstoffe.
In der besprochenen Übersichtsarbeit zur oralen Verabreichung von Peptiden wurden der enzymatische Abbau und die geringe Darmpermeabilität als einige der Hauptgründe genannt, warum die meisten Peptidwirkstoffe nicht einfach in Form einer gewöhnlichen Tablette oder Kapsel verabreicht werden können [11].
Die Beweise dafür, dass DSIP die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, bedeuten nicht, dass es nach dem Verschlucken wirkt. Der Magen-Darm-Trakt und die Blut-Hirn-Schranke sind völlig unterschiedliche biologische Schranken.
Damit oral eingenommenes DSIP das Gehirn erreichen kann, müsste es zunächst während der Verdauung inreichend intakt bleiben. Anschließend müsste es die Darmbarriere passieren, in den großen Kreislauf gelangen, übermäßigen Abbau vermeiden, eine ausreichende Exposition erreichen und schließlich den zerebralen Kreislauf erreichen.
Daten zur letzten Etappe, nämlich der Blut-Schranke, können die Beweise für alle vorherigen Etappen nicht ersetzen.
Einige Peptidmedikamente konnten in oraler Form entwickelt werden. Diese Produkte erfordern jedoch in der Regel eine auf das spezifische Molekül abgestimmte Formulierungstechnologie, Absorptionsverstärker, Schutzsysteme oder besondere pharmakologische Eigenschaften. Ihre Existenz beweist nicht, dass eine Standard-DSIP-Kapsel auf dieselbe Weise wirkt.
Keine der diskutierten DSIP-Studien bestimmt die orale Bioverfügbarkeit, Pharmakokinetik, Wirksamkeit bei der Schlafverbesserung oder Sicherheit von herkömmlichen Tabletten, Kapseln, Pillen, Sublingualtabletten oder Bukkalpräparaten.
Das orale Produkt kann auch andere Substanzen als intaktes DSIP enthalten oder sich ausschließlich auf eine nicht verifizierte Erklärung des Herstellers stützen. Ohne analytische und klinische Studien kann der scheinbare Effekt auf einen anderen Inhaltsstoff, die Erwartungen des Anwenders oder die natürliche Schlafvariabilität zurückzuführen sein.
Der Begriff „oral DSIP supplement” sollte daher nicht als Beweis dafür angesehen werden, dass natives Emideltide in den Blutkreislauf oder das Gehirn gelangt.
DSIP als Nasenspray vs. Injektion
Eine Injektion kann unter kontrollierten Studienbedingungen eine besser vorhersagbare systemische Exposition ermöglichen, während die intranasale Verabreichung zwar nicht-invasiv ist, aber stark von der Formulierung und der Leistung des Geräts abhängt. Keine dieser Verabreichungswegen wurde als Behandlungsmethode für Schlaflosigkeit mittels DSIP zugelassen.
Der Unterschied ist komplexer als die einfache Feststellung, dass eine Injektion „stärker” und ein Nasenspray „einfacher” ist.
Die intravenöse Verabreichung umgeht den Resorptionsprozess und wurde in kleinen historischen Schlafstudien am Menschen eingesetzt [5–8]. Die subkutane Verabreichung erfordert nach wie vor eine Resorption aus dem Gewebe, und es gibt keine vergleichbaren kontrollierten Daten zu Schlaflosigkeit beim Menschen.
Die nasale Verabreichung vermeidet Nadeln und den Abbau im Magen-Darm-Trakt, aber es wurde keine pharmakokinetische Studie mit DSIP am Menschen durchgeführt, die bestimmen würde, welche Menge absorbiert wird, welcher Teil das Gehirn erreicht, wie reproduzierbar die durch jeden Sprühstoß abgegebene Dosis ist und wie die Exposition mit den Schlafeffekten zusammenhängt.
| Der Weg oder die Form | Veröffentlichte Daten zum DSIP | Das Hauptproblem im Zusammenhang mit der Lieferung | Was noch nicht geklärt ist |
|---|---|---|---|
| Intravenöse Verabreichung | Kleine Studien zu Schlaf und Schlaflosigkeit beim Menschen, in der Regel 25 nmol/kg unter ärztlicher Aufsicht [5–8] | Direkte systemische Exposition, erfordert jedoch eine klinische Verabreichung und Material von entsprechender Qualität für die parenterale Verabreichung | Zugelassene Dosierung bei Schlaflosigkeit, langfristige Sicherheit und umfassende klinische Wirksamkeit |
| Subkutane Verabreichung | Untersuchungen zum Schlaf bei Katzen und andere Tierversuche [9,10] | Resorption aus dem Gewebe; Exposition und Stabilität können sich von der intravenösen Verabreichung unterscheiden | Bioverfügbarkeit beim Menschen, Wirksamkeit auf den Schlaf, Verabreichungsschema und Äquivalenz der Verabreichungswege |
| Nasenspray | Untersuchung der Regeneration nach einem Schlaganfall bei Ratten mit einer Dosis von 120 µg/kg; keine validierte Schlafstudie am Menschen [4] | Variable Ablagerung, Schleimhautreinigung, Enzyme, geringes Verabreichungsvolumen und Abhängigkeit von der Formulierung | Intranasale Bioverfügbarkeit beim Menschen, Dosierung pro Schlaf, Wirkungseintritt, Sicherheit und Vorteile gegenüber der Injektion |
| Eine normale Tablette oder Kapsel | Es liegen keine zuverlässigen Studien zur klinischen Bioverfügbarkeit oder zur Wirksamkeit bei Schlafstörungen vor | Abbau im Verdauungstrakt und geringe Darmpermeabilität [11] | Kommt es zu einer signifikanten Exposition gegenüber intaktem DSIP |
| Direkte Verabreichung ins Gehirn oder in die Hirnkammern | Historische Tierversuche | Es umgeht die systemische Resorption, ist jedoch hochgradig invasiv und spezifisch für die Untersuchung. | Anwendungen für nasale, orale und subkutane Verbraucherprodukte |
Es wurde keine direkte Studie am Menschen durchgeführt, in der das nasale DSIP-Aerosol mit der intravenösen oder subkutanen Verabreichung verglichen wurde. Behauptungen, dass das nasale DSIP schneller wirkt, die Injektion stärker ist oder dass eine Verabreichungsart ein bestimmtes Vielfaches der Dosis der anderen erfordert, bleiben daher unbestätigt.
Subjektive Eindrücke hinsichtlich der Wirkgeschwindigkeit lassen keine Rückschlüsse auf die Bioverfügbarkeit zu.
Inwiefern beeinflusst die Verabreichungsart die Resorption und die Auswertung der Untersuchungen?
Die Art der Verabreichung beeinflusst die pharmakokinetischen Eigenschaften. Die für eine Verabreichungsart erzielten Ergebnisse lassen sich nicht ohne entsprechende Vergleichsstudien einfach auf eine andere übertragen.
Bei intravenöser Verabreichung geht man grundsätzlich von einer vollständigen systemischen Bioverfügbarkeit aus, da das Präparat direkt in den Blutkreislauf gelangt.
Die Bioverfügbarkeit nach subkutaner Verabreichung sollte im Vergleich zur intravenösen Verabreichung gemessen werden, in der Regel durch einen Vergleich der Konzentrations-Zeit-Kurven.
Auch für die nasale Bioverfügbarkeit sind validierte Analysemethoden erforderlich, mit denen sich intaktes DSIP von seinen Metaboliten oder chemisch ähnlichen Substanzen unterscheiden lässt.
Bei oraler Verabreichung wären Nachweise erforderlich, dass das intakte Peptid nach dem Durchlaufen des Magen-Darm-Trakts tatsächlich in den systemischen Kreislauf gelangt.
DSIP wurde auch im Kontext der Blut-Hirn-Schranke untersucht, aber diese Ergebnisse erfordern eine vorsichtige Interpretation.
Im Jahr 1982 wurde anästhesierten Hunden intravenös ein Bolus von DSIP oder ausgewählten Analoga in einer Dosis von 100 µg/kg verabreicht. Anschließend stellten die Forscher eine erhöhte DSIP-bezogene Immunreaktivität im Liquor fest [12].
Auch Untersuchungen an Ratten haben Unterschiede bei der Durchdringung des Gehirns zwischen den mit DSIP assoziierten Peptiden gezeigt [13]. In einem In-vitro-Modell unter Verwendung von Endothelzellen der zerebralen Mikrogefäße wurde ein bidirektionaler, nicht sättigbarer Transport von DSIP festgestellt, der mit einer begrenzten einfachen Diffusion übereinstimmt. Die scheinbare Permeabilität war vergleichbar mit der von wasserlöslichen Markern mit begrenzter Durchdringungsfähigkeit [14].
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass unter bestimmten Versuchsbedingungen eine gewisse Menge an DSIP oder an DSIP gebundenem Material aus dem Blut in Richtung des zentralen Nervensystems wandern kann. Sie geben jedoch keinen Aufschluss darüber, welche Menge an intaktem DSIP nach intranasaler, subkutaner oder oraler Verabreichung das menschliche Gehirn erreicht.
Bei dem Experiment an Hunden wurde ein intravenöser Bolus verabreicht, während das Zellmodell die Physiologie eines lebenden Menschen nicht vollständig nachbildete. Ältere immunologische Tests könnten zudem Moleküle nachgewiesen haben, die an DSIP gebunden waren, oder dessen Metaboliten, und nicht ausschließlich das intakte Peptid.
Die Formulierung kann die Exposition selbst bei gleicher Verabreichungsart beeinflussen. Bei nasalen Produkten können der pH-Wert, die Tonizität, die Viskosität, Konservierungsstoffe, die Konzentration, die Sprühcharakteristik, die Verteilung der Tröpfchen und die Funktionsweise des Geräts eine Rolle spielen [3].
In Injektionspräparaten können Hilfsstoffe und die Aggregation des Peptids die Stabilität und Gewebereaktionen beeinflussen. Tablettenüberzüge, Enzymhemmer und resorptionsfördernde Substanzen hingegen können die orale Peptidabgabe signifikant verändern [11].
Daher reicht allein die Information, dass ein Produkt „nasal”, „zur Injektion” oder „oral” ist, nicht aus. Die Studien sollten auch die konkrete Formulierung und das Verabreichungssystem umfassen.
DSIP-Injektionsstellen: Warum das Suchinteresse die Beweise übersteigt?
Informationen darüber, wo DSIP-Injektionen verabreicht werden sollen, werden häufig gesucht, aber dieses Interesse resultiert hauptsächlich aus Internetdiskussionen über die Selbstverabreichung und nicht aus klinischen Studien, die sichere Verabreichungsorte bestimmen.
In begutachteten Humanstudien zum Schlaf wurde DSIP unter Forschungs- oder klinischer Aufsicht intravenös verabreicht [5–8]. Es wurden weder der Bauch, der Oberschenkel, der Arm noch andere potenzielle Stellen für eine subkutane Verabreichung verglichen.
In Tierversuchen wurden Verabreichungswege und -orte verwendet, die für die jeweilige Spezies und das konkrete Versuchsprotokoll geeignet sind. Diese Methoden können nicht in Anwendungshinweise für den Menschen übertragen werden.
Keine kontrollierte Studie hat gezeigt, dass eine bestimmte subkutane Injektionsstelle eine bessere Absorption von DSIP, eine stärkere Wirkung auf den Schlaf oder eine größere Sicherheit beim Menschen gewährleistet.
Die Angabe einer konkreten Injektionsstelle würde zudem voraussetzen, dass das Peptid selbst, seine Konzentration, die Sterilität, die Ausrüstung und die beabsichtigte Art der Anwendung angemessen sind. Solche Annahmen können im Falle eines nicht zugelassenen Forschungspeptids nicht getroffen werden.
Die falsche parenterale Verabreichung kann zu Infektionen, Abszessen, Gewebeschäden, Dosierungsfehlern, Gefäß- oder Nervenschäden, allergischen Reaktionen sowie zur Exposition gegenüber kontaminiertem oder falsch beschriftetem Material führen.
Es gibt daher keinen evidenzbasierten Ort am Körper und kein Verfahren, das als etablierte Methode zur Selbstinjektion von DSIP dargestellt werden könnte. Derzeit existiert kein von Regulierungsbehörden zugelassenes Protokoll für Eigeninjektionen von DSIP oder eine bevorzugte Injektionsstelle.
Dosierung von DSIP im Nasenspray und Einschränkungen solcher Informationen
Die Behauptungen zur Dosierung von DSIP im Nasenspray werden nicht durch validierte Schlafstudien am Menschen gestützt. Die angegebene Anzahl an Mikrogramm pro Sprühstoß gibt zudem keinen Aufschluss darüber, wie viel DSIP tatsächlich absorbiert wird oder ins Gehirn gelangt.
Das Etikett eines Nasenprodukts kann die Menge pro Sprühstoß, die Gesamtmenge in der Flasche, die Konzentration der Lösung oder nur die Menge angeben, die dem Inhalt des ursprünglichen Fläschchens entspricht. Diese Werte sind nicht gleichwertig.
Auch wenn die Pumpe ein konstantes Flüssigkeitsvolumen liefert, hängt die tatsächliche Substanzmasse von ihrer Konzentration und der Gerätefunktion ab. Die absorbierte Menge hängt dann vom Ablagerungsort der Flüssigkeit, ihrem Ausfließen oder Verschlucken, der mukoziliären Clearance, dem Zustand der Nasenschleimhaut, dem enzymatischen Abbau und den Eigenschaften der Formulierung ab.
Die schließlich im Gehirn ankommende Menge ist noch einmal ein eigenes Thema.
Die in einer Rattenstudie aus dem Jahr 2021 verwendete intranasale Dosis von 120 µg/kg sollte nicht ohne Berücksichtigung des Kontexts als Dosis für den menschlichen Schlaf dargestellt werden [4]. Es handelte sich um ein Schlaganfallexperiment, bei dem das Peptid vor dem Gefäßverschluss und dann sieben Tage lang nach der Reperfusion verabreicht wurde. Weder Schlaflosigkeit noch ein kommerzielles Nasenspray wurden untersucht.
Eine einfache Umrechnung der bei Ratten angewandten Dosis anhand des menschlichen Körpergewichts wäre keine korrekte klinische Methode.
Internetquellen können eine bestimmte Anzahl von Sprühstößen, eine konkrete Zeit vor dem Schlafengehen oder eine Zykluslänge empfehlen. Wenn solche Empfehlungen nicht durch eine begutachtete Humanstudie gestützt werden, die dieselbe Molekülform, Formulierung, Konzentration, Vorrichtung und denselben Verwendungszweck nutzt, sollten sie als Verkäuferanweisungen oder anekdotische Praktiken und nicht als unabhängige klinische Beweise betrachtet werden.
Es fehlen auch ausreichende veröffentlichte Daten zur Bestimmung der Haltbarkeit, der Lagerzeit im Kühlschrank, des Konservierungssystems oder der Aufrechterhaltung der Aktivität kommerzieller DSIP-Aerosole nach dem Öffnen.
Die selbstständige Zubereitung eines DSIP-Aerosols bringt weitere Unbekannte mit sich. Die korrekte Entwicklung eines pharmazeutischen Nasenprodukts erfordert die Kontrolle von Konzentration, pH-Wert, Osmolalität, mikrobiologischer Qualität, Wirksamkeit des Konservierungssystems, sofern ein solches verwendet wird, Verpackungskompatibilität, Pumpengenauigkeit, Wiederholbarkeit der abgegebenen Menge, Peptidstabilität sowie Verträglichkeit der Nasenschleimhaut.
Das bloße Auflösen des lyophilisierten Peptids in einer Flüssigkeit und das Einfüllen in eine Sprühflasche bestätigt keinen dieser Parameter.
Aus diesem Grund gibt es kein evidenzbasiertes Hausrezept für die Zubereitung des DSIP-Nasensprays.
Produkte für die ausschließliche Forschungsanwendung („Research only”) und zugelassene Arzneimittel
Das ausschließlich zu Forschungszwecken bestimmte Produkt DSIP ist kein zugelassenes Arzneimittel, unabhängig davon, ob es als Nasenspray, Injektionsfläschchen, Tablette oder Kapsel verkauft wird.
Zugelassene Arzneimittel unterliegen einer Bewertung hinsichtlich der Reproduzierbarkeit des Herstellungsprozesses, der Identität, der Stärke, der Reinheit, der Stabilität, der klinischen Wirksamkeit, der Sicherheit, der Kennzeichnung und der anschließenden Sicherheitsüberwachung für bestimmte Verabreichungswege und Indikationen.
Der Verabreichungsweg ist Teil des Zulassungsverfahrens. Daten, die für ein Injektionspräparat vorliegen, bedeuten nicht automatisch, dass auch die nasale oder orale Darreichungsform zugelassen wird. Bei nasalen Produkten sind zudem die Funktionsweise des Geräts und die Reproduzierbarkeit der abgegebenen Menge wichtige Qualitätsmerkmale.
Prüfsubstanzen können eine berechtigte Verwendung im Labor finden, doch der Begriff „Research Grade” ist keine klinische Regulierungskategorie, die bestätigt, dass das Material für die Verabreichung an Menschen geeignet ist.
Ein Zertifikat, das die hohe Reinheit des Peptids bescheinigt, ersetzt weder die für Injektionspräparate vorgeschriebenen Sterilitäts- und Endotoxintests noch die Konservierungsmittelprüfungen und die Prüfung der Dosierwiederholbarkeit bei Nasensprays oder die Auflösungs- und Bioverfügbarkeitsprüfungen bei oral einzunehmenden Präparaten.
Geografische Suchanfragen wie „DSIP nasal spray UK” ändern nichts an der Qualität wissenschaftlicher Beweise. Die Tatsache, dass ein Produkt im Vereinigten Königreich beworben oder versandt wird, bedeutet nicht, dass es von der Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) zugelassen wurde.
Der rechtliche Status und die Vorschriften bezüglich der Zusammensetzung können sich ändern. Offizielle Arzneimitteldatenbanken und qualifiziertes medizinisches Fachpersonal sind daher eine zuverlässigere Informationsquelle als kommerzielle Produktbeschreibungen [15].
FAQ: Einreichungswege für DSIP
Hat das DSIP-Nasenspray eine bestätigte Wirkung auf den Schlaf?
Nein. Es gibt keine veröffentlichte klinische Studie am Menschen, die die Wirksamkeit des DSIP-Nasensprays bei der Behandlung von Schlaflosigkeit oder zur Verbesserung der Schlafqualität belegen würde. Die besagte Studie zum nasalen DSIP wurde an Ratten nach einem experimentellen Schlaganfall durchgeführt und war keine Schlafstudie am Menschen [4].
Ist DSIP als Injektion besser als ein Nasenspray?
Keine direkte Studie am Menschen hat diese Frage beantwortet. Intravenös verabreichtes DSIP wurde in kleinen Schlafstudien am Menschen untersucht, während für die nasale und subkutane Verabreichung vergleichbare Daten zur Schlaflosigkeit fehlen. Eine besser vorhersagbare systemische Exposition nach intravenöser Verabreichung bedeutet nicht automatisch eine bessere klinische Wirkung.
Wurde subkutanes DSIP auf Schlaf beim Menschen untersucht?
Die wichtigsten Schlafuntersuchungen am Menschen nutzten die intravenöse Verabreichung. In einem subkutanen Experiment an Katzen wurde eine Zunahme des tiefen Slow-Wave-Schlafs und der Delta-Aktivität im EEG festgestellt, aber einige andere Schlafparameter veränderten sich nicht signifikant [9]. Die Ergebnisse an Tieren erlauben es nicht, ein subkutanes Protokoll für den Menschen festzulegen.
Kann DSIP oral eingenommen werden?
Es liegen keine zuverlässigen Daten aus Studien am Menschen vor, die belegen, dass eine gewöhnliche DSIP-Tablette oder -Kapsel eine wirksame Menge an intaktem Peptid liefert. Untersuchungen zur Peptidverabreichung zeigen, dass Enzyme des Verdauungstrakts und eine geringe Darmpermeabilität wesentliche Hindernisse für die orale Resorption darstellen [11]. Eine speziell entwickelte orale DSIP-Formulierung würde eigene pharmakokinetische und klinische Studien erfordern.
Überschreitet DSIP die Blut-Hirn-Schranke?
Tierversuche und In-vitro-Modelle deuten darauf hin, dass eine gewisse Menge an DSIP oder DSIP-gebundenem Material nach systemischer Exposition die Blut-Hirn-Schranke oder die Blut-Liquor-Schranke überwinden kann [12–14]. Dies belegt jedoch nicht, dass DSIP nach der Anwendung eines Nasensprays, einer subkutanen oder oralen Verabreichung wirksam ins menschliche Gehirn gelangt.
Wie ist die Dosierung von DSIP als Nasenspray für den Schlaf?
Für DSIP zur Behandlung von Schlaf beim Menschen wurde keine validierte intranasale Dosis festgelegt. Aus Rattenexperimenten stammende Mengen, von Verkäuferwebsites oder aus Anwenderberichten sollten nicht als klinische Anweisungen dargestellt werden. Für ein zugelassenes DSIP-Produkt zur Schlafbehandlung wurden weder Aerosolkonzentration, Vorrichtungswirksamkeit, Resorptionsgrad, Stabilität noch Gehirnexposition ermittelt.
Wie viel DSIP soll injiziert werden?
Es gibt keine zugelassene DSIP-Dosis für Selbstinjektionen. In früheren Studien am Menschen wurden überwachte, vom Körpergewicht abhängige intravenöse Verabreichungsprotokolle verwendet, nicht die heutigen kommerziellen subkutanen Produkte. Eine Umrechnung dieser experimentellen Mengen in eine Dosis für die Selbstinjektion zu Hause würde Unterschiede hinsichtlich Bioverfügbarkeit, Formulierung, Reinheit, Sterilität und individueller Risiken außer Acht lassen.
Wo sollte DSIP injiziert werden?
Die veröffentlichten Erkenntnisse lassen keine Aussage über eine sichere oder bevorzugte Injektionsstelle für die Selbstinjektion von DSIP zu. In Schlafstudien am Menschen wurde die intravenöse Verabreichung unter Aufsicht durchgeführt, und es wurden keine subkutanen Injektionsstellen verglichen. Es gibt daher keine evidenzbasierte Empfehlung für eine Stelle zur Selbstinjektion von DSIP.
Kann man aus gefriergetrocknetem DSIP ein Nasenspray herstellen?
Das bloße Auflösen des Wirkstoffs und das Einfüllen in eine Sprühflasche führt noch nicht zu einem validierten nasalen Arzneimittel. Pharmazeutische Nasenprodukte erfordern eine Überprüfung der Konzentration, Stabilität, des pH-Werts, der Osmolalität, der mikrobiologischen Qualität, der Verpackungsverträglichkeit, der Genauigkeit der Dosierpumpe, der Homogenität der abgegebenen Menge sowie der Verträglichkeit für die Schleimhaut. Eine evidenzbasierte Methode zur Zubereitung eines solchen Produkts zu Hause kann nicht empfohlen werden.
Sind orale DSIP-Kapseln sicherer als Injektionen?
Es liegen nicht genügend Daten vor, um einen solchen Schluss zu ziehen. Die orale Verabreichung eliminiert das direkt mit Nadeln verbundene Risiko, aber die Identität des Produkts, die Inhaltsstoffe, die Stabilität im Magen-Darm-Trakt, die Absorption, Wechselwirkungen und die klinische Sicherheit bleiben ungewiss. Eine schlechte Absorption kann zu mangelnder Wirksamkeit führen, während falsche Inhaltsstoffe oder Verunreinigungen andere Risiken bergen können.
Ist DSIP-Nasenspray im Vereinigten Königreich zugelassen?
Basierend auf den besprochenen Daten ist DSIP/Emideltide kein in Großbritannien zugelassenes Arzneimittel gegen Schlafstörungen. Allein die Tatsache, dass das Produkt im Vereinigten Königreich beworben oder versandt wird, bestätigt keine MHRA-Zulassung. Da sich der regulatorische Status ändern kann, sollten aktuelle Informationen in offiziellen Quellen überprüft [15].
Einschränkungen der verfügbaren Daten
Ein direkter Vergleich der verschiedenen Verabreichungswege von DSIP ist schwierig, da das Peptid kein modernes Formulierungsprogramm durchlaufen hat.
Menschliche Schlafstudien nutzten hauptsächlich intravenöse Verabreichungen und umfassten sehr kleine Teilnehmergruppen. Die wichtigsten Daten zur subkutanen Verabreichung im Zusammenhang mit Schlaf stammen aus einem Tierexperiment, während sich die verfügbare intranasale Studie auf die Genesung nach einem Schlaganfall bei Ratten und nicht auf den menschlichen Schlaf bezog. Es wurden auch keine klinisch relevanten Daten zu standardmäßigem oralem DSIP ermittelt.
Untersuchungen zur Blut-Hirn-Schranke lösen diese Einschränkungen nicht. Sie legen nahe, dass es unter bestimmten Bedingungen einer systemischen Exposition zu einem Übertritt in das zentrale Nervensystem kommen kann, sie liefern jedoch keine zuverlässigen Werte für die Bioverfügbarkeit beim Menschen für die einzelnen Verabreichungswege.
Ältere immunologische Tests können zudem DSIP-ähnliches Material anstelle des intakten Peptids ausschließlich nachweisen. Die an Hunden, Ratten, Katzen oder in Labor-Zellmodellen gewonnenen Ergebnisse können nicht direkt zur Vorhersage der Konzentration von intaktem DSIP im menschlichen Gehirn verwendet werden.
Die Unterschiede zwischen den Produkten stellen eine weitere wesentliche Einschränkung dar. Natives DSIP, DSIP-Acetat, phosphorylierte Analoga, Fusionspeptide und Kombinationspräparate sollten nicht als dieselbe Substanz betrachtet werden.
Handelsübliche Produkte können sich auch hinsichtlich Hilfsstoffen, Konzentration, Dosiergeräten, Lagerungsbedingungen und Qualitätskontrolle unterscheiden. Ohne unabhängige analytische und klinische Daten zu einem bestimmten Produkt bleiben Vergleiche zwischen Verabreichungswegen weitgehend experimentell oder theoretisch.
Haftungsausschluss
Dieser Artikel dient ausschließlich Bildungs- und wissenschaftlichen Informationszwecken. Er stellt keine medizinische Beratung, Dosierungsanleitung, Anleitung zur Durchführung von Injektionen, Rezeptur zur Zubereitung eines Nasensprays oder Kaufempfehlung dar.
Der Inhalt sollte nicht zur Selbstverabreichung oder Zubereitung eines nicht zugelassenen Peptids verwendet werden. Der Delta-Schlaf-induzierende Peptid (DSIP/Emideltide) ist weder von der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA), der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) noch von der britischen Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) zur Behandlung von Insomnie, zur Verbesserung des Schlafs, zur Genesung nach einem Schlaganfall oder für andere in diesem Artikel besprochene Anwendungen zugelassen.
Menschenbezogene Daten sind begrenzt und stammen hauptsächlich aus kontrollierten Experimenten mit intravenöser Verabreichung. Belege zur subkutanen, intranasalen und oralen Verabreichung sind präklinischer Natur, fehlen oder bleiben unzureichend.
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